Pflegekonzept

Die Ambulante Krankenpflege Silvia Wolf wurde am 01.07.1993 gegründet. Der Sitz unserer Einrichtung ist im Mittelpunkt unseres Einsatzgebietes, in Haag in Obb. angesiedelt. Von dort aus versorgen wir pflegebedürftige Menschen im Radius von ca. 20 km. Die Gebiete sind aufgeteilt in wochentags 8, am Wochenende 5 Vormittagstouren und täglich 2 Abendtouren mit Einsatzzeiten von 7.00 Uhr bis 22.30 Uhr. Ebenso besteht eine 24-Stunden-Erreichbarkeit. Den Mitarbeitern steht dazu ein Fuhrpark von sechs Fahrzeugen sowie Pflegekoffer zur Verfügung. Unsere Büroräumlichkeiten sind ausgestattet mit einer Zentrale, einem Besprechungs- und Aufenthaltsraum mit angegliederter Küche, einem Lager für Pflegehilfsmittel und einem Bad. Unter Berücksichtigung des Pflegeleitbildes regeln wir Organisation und Arbeitsweise aller in unserem Pflegedienst beschäftigten Mitarbeiter durch folgende Punkte:

1. Pflegemodell

Wir arbeiten nach dem Pflegemodell der ATL’S nach Nancy Rooper. Durch die Aktivitäten des täglichen Lebens sehen wir den Menschen in seiner Einheit aus Körper, Seele und Geist. Auch das soziale und räumliche Umfeld findet dabei Berücksichtigung. Da jeder Mensch seinen Gesundheitszustand und seine Lebensumstände anders wahrnimmt, stellen wir uns individuell auf die Bedürfnisse und Probleme unserer Kunden ein. Gemeinsam mit dem Kunden und evtl. Angehörigen suchen wir tragfähige Lösungen unter Einbeziehung aller Ressourcen. Aktivierende Pflege steht dabei im Vordergrund.

2. Pflegesystem

Um eine Vertrauensbasis zu schaffen und Kontinuität zu gewährleisten, führen wir Bezugspflege durch. So bilden wir um eine fest zusammengestellte Tour ein Pflegeteam mit einer Bezugsschwester, damit der Wechsel der Mitarbeiter so gering als möglich ist.

3. Pflegeprozess

Durch den Regelkreis stellen wir den Pflegeprozess nach außen dar und machen diesen auch für uns überprüfbar.Der Regelkreis beginnt mit der Anamnese beim Erstbesuch, sowie der weiteren Informationssammlung, wie z. B. ärztliche Anordnungen oder andere pflegerelevante Gegebenheiten. Sodann erfolgt die Pflegeplanung aufgrund der ATL’s und mit Hilfe unserer Standards, die individuell auf den Kunden abgestimmt werden. Wir richten unser pflegerisches Handeln darauf aus und dokumentieren evtl. Abweichungen im Pflegebericht. Nach Bedarf bzw. nach Standard werden die Ziele kontrolliert und überarbeitet bzw. neue Ziele gesetzt. Damit beginnt der Regelkreis von vorne.

4. Innerbetriebliche Kommunikation

Zur Sicherstellung des Informationsflusses wird bei jedem Mitarbeiterwechsel in einer Tour während der Woche eine Übergabe gegeben, möglichst mündlich, um Rückfragen möglich zu machen. Am Ende jeder Woche erhält die PDL eine mündliche Übergabe, über die ein Protokoll erstellt wird. Die PDL gibt diese Informationen an den Wochenenddienst bzw. Feiertagsdienst weiter. Dieser erstellt am Ende seines Dienstes wieder ein Übergabeprotokoll. Zusätzlich werden wöchentlich tourenspezifische Besprechungen abgehalten, bei denen die Pflegeteams sich austauschen. Die PDL steht während der Bürozeiten für Rückfragen zur Verfügung und ist auch außerhalb der Bürozeiten für die Mitarbeiter erreichbar. Ein wertschätzender Umgang untereinander ist uns wichtig.

5. Qualitätssicherungssystem

Die verschiedenen Maßnahmen zur Qualitätssicherung sind niedergeschrieben in unserem Handbuch zur internen Qualitätssicherung. Die Mitarbeiter sind beteiligt an der Erstellung und Überarbeitung aller Leitlinien, Standards und Verfahrensanleitungen im Rahmen von monatlichen Dienstbesprechungen. So erhalten wir eine größtmögliche Identifikation mit allen Aussagen. Grundsätzlich beschreiben wir Qualität als einen nie endenden Prozess, in dem wir immer nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen. So sind regelmäßige interne und externe Fortbildungen in unserem Pflegedienst selbstverständlich.

6. Leistungsangebot

Unsere Tätigkeit erstreckt sich von der Betreuung leicht pflegebedürftiger Menschen bis zur Versorgung Schwerstkranker. Grundlage ist ein Kostenvoranschlag mit Leistungsplanung und ein Pflegevertrag und/oder Verordnung für häusliche Krankenpflege.

7. Kooperation

Um eine bestmögliche Qualität bei der Pflege unserer Kunden zu erreichen ist uns die Kommunikation und Kooperation mit anderen, die an der Versorgung beteiligt sind, wichtig. Wir pflegen den Kontakt mit Angehörigen und informieren behandelnde Ärzte über Besonderheiten. Ebenso kooperieren wir mit anderen Berufsgruppen wie Krankengymnasten, Logopäden, Ergotherapeuten, etc. und auch Institutionen wie Krankenhäuser, Krankenkassen, Pflegekassen, sowie mit stationären Einrichtungen zur Ausbildung von Altenpfleger/innen.